„Kräfte bündeln“

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Auf Einladung von  „Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft e.V.“ kamen am 6. Oktober 2018 in Hannover 40 Vertreter von 17, im Schutz landwirtschaftlich genutzter Tiere engagierten Organisationen zusammen.

Das Tagungsmotto  „Kräfte bündeln“ drückte den Zweck des Treffens aus, ging es doch darum auszuloten, ob und in welcher Form in Zukunft eine verstärkte Zusammenarbeit  möglich ist.

Schnell war man sich einig in der Ansicht, dass der Schutz der sogenannten ,Nutztiere’ von Seiten der Bundesregierung  nicht gewährleistet wird, weil sie die wirtschaftlichen Interessen der Agrarunternehmen stärker berücksichtigt als das Verfassungsrechtsgut Tierschutz. Übereinstimmung herrschte auch darin, dass der öffentliche Druck auf die für die inakzeptablen Verhältnisse in der landwirtschaftlichen Tierhaltung Verantwortlichen erheblich gesteigert werden muss.

Infolgedessen beschlossen die Anwesenden, ihre Organisationen intensiver zu vernetzen und künftig  in Projekten zusammenzuarbeiten, damit die verschiedenen Erfahrungen und Spezialkenntnisse nutzbringend zusammenfließen können. Eine den gemeinsamen Schulterschluß kennzeichnende Präambel wurde formuliert. Darüberhinaus möchte das Bündnis offen bleiben für die Beteiligung weiterer Organisationen und Verbände, wobei sich die Zusammenarbeit  auch auf einzelne Projekte beschränken kann. Ihre Mitarbeit im jeweiligen Projekt macht jede Organisation mit ihrem eigenen  Logo kenntlich.

Das von lebhafter und konstruktiver Diskussion getragene Treffen verlief sehr erfreulich.

Wir sind nun sehr gespannt, wie vorhandene Ideen und Pläne in die Tat umgesetzt werden.

 

Präambel

Das Alleinstellungsmerkmal „Lebewesen beinhaltet ein Recht auf Leben in Würde und Unversehrtheit. Artikel 20a GG weist die Verpflichtung, die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere durch Gesetzgebung und Rechtsprechung zu schützen, als Staatsziel aus. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Uns eint die grundsätzliche Überzeugung, dass wir Menschen Tiere als Mitgeschöpfe sehen und sie damit als fühlende und soziale Lebewesen anerkennen. Deshalb haben wir ihr Interesse an einem guten, lebenswerten Dasein zu gewährleisten.

Entgegen seiner Verpflichtung schützt der Staat die landwirtschaftlich genutzten Tiere jedoch NICHT! Vielmehr bedient die Bundesregierung vorrangig rein ökonomische Interessen am Tier. Der Staat setzt das Tierschutzgesetz nicht um, sondern konterkariert es auf dem Verordnungsweg. Damit sich dieses undemokratische und auch unethische Vorgehen verantwortlicher Politiker endlich ändert, bündeln wir unsere Kräfte und setzen uns in öffentlichkeitswirksamen gemeinsamen Projekten und Aktionen für ein Ende der von der Mehrheit der Bevölkerung nicht gewollten Tierausbeutung ein.